Weihnachtsgans mit Rotkohl und Spätzle

Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene

Seit Jahrzehnten Tradition und immer noch beliebt! Eine Gans zu Weihnachten ist ein wahres Highlight auf jeder Festtafel. Wir zeigen Euch wie die Gans gelingt.

Zutaten für vier Personen

Weihnachtsgans

1 Gans mit Innereien

Füllung:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • 200 g Backpflaumen
  • Beifuß
  • Salz & Pfeffer

Gemüsebett für die Gans

  • 3 Karotten
  • 1/4 Knollensellerie
  • 3 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 300 ml Wasser

Zutaten für selbstgemachten Rotkohl:

  • 500 g Rotkohl (frisch)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Äpfel
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Nelken
  • 1 EL Zucker

Zutaten für selbstgemachte Spätzle:

  • 500 g Spätzlemehr (alternativ Mehl Typ 405)
  • 6 Eier (Größe M)
  • 100 ml Sprudelwasser
  • Salz
  • Muskatnuss

Zubereitung

Eine Weihnachtsgans ist etwas Besonderes. Aus diesem Grund ist dieses Rezept auch sehr aufwendig, was bedeutet, dass wir hier eine Step by Step Anleitung für die Zubereitung geben. Damit vor Beginn schon die Reihenfolge bekannt ist, hier eine Kurzübersicht:

  • Gans vorbereiten
  • Füllung vorbereiten
  • Gemüsebett vorbereiten
  • Gans füllen
  • Gans zubinden
  • Gans auf das Gemüsebett und in den Ofen
  • Rotkohl vorbereiten
  • Rotkohl kochen
  • Spätzleteig vorbereiten
  • Spätzleteig ruhen lassen
  • Spätzle kochen

Die Gans

WICHTIG: Eine Gans dauert, je nach Größe, 3 bis 6 Stunden. Alle Zeiten in unserem Rezept beziehen sich auf eine ca. 4 kg schwere Gans.

Bevor die Gans in den Ofen wandert, muss einiges vorbereitet werden.

TIPP: Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

Nach dem Auspacken wird die Gans mit einem Küchenkrepp trocken getupft und alle Innereien werden entnommen und auf Seite gelegt. Anschließen wird die Gans auf letzte Federhälsen abgesucht. Diese würden im Ofen sehr schnell verbrennen und am Ende weder gut aussehen, noch gut schmecken. Daher werden alle übrigen Federhälse mit einer Zange vorsichtig entfernt.

Wenn das erledigt ist, wird überschüssiges Fett und die Drüse am Hinterteil mit einem Messer entfernt. Anschließend wird die Halsöffnung mit Zahnstochern und Küchengarn verschlossen, sodass die Füllung später nicht aus der Gans fallen kann.

Nachdem die Gans sauber, trocken und einseitig verschlossen ist, wird die Füllung und das Gemüsebett vorbereitet.

Für die Füllung werden alle Zutaten gewaschen, geschält und in einer Schüssel vermengt. Dann wird kräftig mit Salz, Pfeffer und Beifuß gewürzt. Bei dem Beifuß werden nur die knospen genutzt. Die Stiele kann man entsorgen. Wenn alles gewürzt ist, wird durchgemischt und befüllt. Es kann so viel Füllung in die Gans gestopft werden wie möglich. Es muss nur darauf geachtet werden, dass die Füllung nicht über die Gans hinausragt, da man sie sonst nur noch schwer verschließen kann.

Verschlossen wird die Gans, indem die überschüssige Haut übereinander gelegt wird und die Schenkel vor der Öffnung über Kreuz mit Küchengarn zusammen geknotet werden.

Wenn die Gans verschlossen ist, wird sie von außen noch rundherum mit Salz und Pfeffer gewürzt. Zusätzlich werden die Flügelspitzen der Gans mit einer Zange oder einem stabilen Messer abgetrennt. Fleisch ist an den Flügelspitzen keins dran und sie verbrennen sehr schnell! Wenn die Spitzen ab sind, werden die Flügel mit Küchengarn an der Gans festgebunden.

Für das Gemüsebett werden alle Zutaten gewaschen, geschnitten und anschließend gleichmäßig auf einem Backblech verteilt. Im Anschluss werden die Innereien mit dem Gemüse und dem Hals, auf dem Backblech und dann wird das Backblech mit Wasser gefüllt. Das hilft dabei, dass die Gans nicht trocknet!

Jetzt ist alles vorbereitet und die Gans kann auf das Backblech bzw. das Gemüsebett gelegt werden. Wenn das erledigt ist, wird sie auf der mittleren Schiene in den Ofen geschoben.

WICHTIG: Nach 1,5 Stunden bis 2 Stunden, wenn die Haut schon eine schöne bräunliche Färbung bekommen hat, wird die Gans vom Gemüse genommen, gewendet und auf einem Ofenrost über dem Gemüse nochmal für 1,5 Stunden bis 2 Stunden bei 160 °C fertig gegart.

Wann ist die Gans fertig?

TIPP: Es gibt zwei Methoden um zu testen ob die Gans fertig ist.

  1. Bratenthermometer: Mit Hilfe eines Bratenthermometers wird die Temperatur in der Brust gemessen. Ab 80 °C ist die Gans fertig.
  2. Einstechen: Mit einem Zahnstocher wird ein kleines loch in die Brust gestochen. Wenn kein roter Saft mehr austritt, ist die Gans fertig.

Rotkohl selber machen

Bevor es um den Rotkohl geht, werden die Zwiebeln fein geschnitten und die Äpfel geschält, entkernt und ebenfalls fein geschnitten. Anschließend werden erst die Zwiebeln in etwas Rapsöl oder Schweineschmalz angebraten. Nach ein bis zwei Minuten werden die Apfelstücke dazugegeben und alles wird auf mittlerer Hitze weiter gebraten.

In der Zwischenzeit werden die äußeren Blätter vom Rotkohl entfernt. Danach wird der Strunk abgeschnitten und der Rotkohl wird geviertelt und in Streifen geschnitten. Jetzt wird der Rotkohl 5 Minuten im Topf mit den Zwiebeln und den Apfelstücken gedünstet.

Anschließend werden die Gewürze und der Apfelessig dazugegeben und alles köchelt bei niedriger Hitze unter mehrmaligem Umrühren und geschlossenem Deckel für eine Stunde.

Rotkohlansatz
Rotkohl-kochen

Spätzle selber machen

Für den Spätzleteig wird eine große Schüssel, in der alle Zutaten miteinander vermengt werden können, benötigt. Zuerst gibt man das Mehl in die Schüssel, um anschließend mit einem Holzlöffel eine Kuhle in der Mitte zu formen. In diese Kuhle werden die Eier, Salz und Muskatnuss gegeben.

TIPP: Die Kuhle in der Mitte des Mehls ist sinnvoll, da so verhindert wird, dass sich am Rand der Schüssel Mehlklumpen bilden, die durch den Kontakt von Mehl und Ei entstehen und schwer glatt zu rühren sind. 

Wenn alle Zutaten in der Schüssel sind, wird es anstrengend, denn Spätzleteig wird „geschlagen“. Man nimmt also einen Holzlöffel und rührt alles so lange um, bis eine glatte aber zähe Masse entstanden ist. Das Sprudelwasser wird nach und nach dazugegeben und sorgt für extra Luft im Teig. Wenn die Masse glatt ist, wird der Teig „geschlagen“ um noch mehr Luft hineinzubringen.

TIPP: Wie das mit dem „schlagen“ genau funktioniert, seht Ihr in unserem „Weihnachtsgans“-YouTube Video!

Wenn der Teig ausreichend geschlagen wurde und ein schöner zäher Teig entstanden ist, lässt man Ihn für 15 Minuten abgedeckt, bei Zimmertemperatur stehen.

Jetzt kann das Wasser aufgesetzt und zum Kochen gebracht werden.

Nachdem der Teig geruht hat und das Wasser kocht, nimmt man sich entweder eine Spätzlepresse oder ein Spätzlebrett und kocht die Spätzle bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Dann können sie mit einer Schaumkelle aus dem Wasser genommen und in Eiswasser gelegt werden. Das stoppt den Garprozes und sorgt dafür, dass die Spätzle bissfest bleiben.

TIPP: Eine Spätzlepresse ist wesentlich einfacher zu bedienen!

Nachdem alle Spätzle zubereitet sind und im Eiswasser schwimmen, werden sie nochmal kurz mit Butter in einer Pfanne angebraten. Dadurch werden sie leicht kross, wieder heiß und bekommen eine schöne, goldbraune Farbe.

Die Soße wird aus dem Gemüse und der Flüssigkeit im Backblech gewonnen. Das geht erst, wenn die Gans fertig ist, denn dann wird der Ofen auf 100 °C gestellt und hält die Gans warm. In der Zwischenzeit wird das Backblech aus dem Ofen genommen, die Innereien und der Hals werden entsorgt und alles andere wird durch ein Sieb gegeben. Das Gemüse kann mit einem Löffel und etwas Druck durch das Sieb gedrückt werden. Dadurch bekommt die Soße etwas mehr Biss.

Wenn diese Schritte erledigt sind, wird das Fett von der Soße gelöffelt und entsorgt. Anschließend wird mit etwas Cayenne Pfeffer gewürzt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Jetzt ist die Soße fertig und es kann serviert werden.

Gaensesosse

Nach mehreren Stunden kann jetzt serviert werden.

Wir wünschen ein frohes Fest und guten Appetit

Weihnachten-Gans-Gar

Bitte beachten: Unsere Gans ist ab sofort vorbestellbar und wird pünktlich zum Fest geliefert! Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Website.

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